Test: Das beste Mini-MIDI-Keyboard 2023 für Musiker und Produzenten auf Reisen.

Das ist aus meiner Sicht das Korg nanoKEY2.

Gerade reduziert Korg Nanokey 2

Die Auswahl an kompakten Midi-Keyboards auf dem Markt ist riesig. Warum ich das Korg nanoKEY2 für den besten Piano-MIDI-Controller auf dem Markt für den reisenden Musikproduzenten halte, lest ihr hier.

Für mich war es immer wichtig, auch auf Reisen neben meinem MacBook Air zum Produzieren von Musik auch ein kleines MIDI-Keyboard dabei zu haben. Gerade auf Reisen ereilt einen ja immer wieder die Kreativität – dafür sorgen Eindrücke wie Klänge, Bilder, fremde Kulturen. Die beste Inspiration habe ich immer im Ausland erfahren. 

Mein MacBook Air habe ich ohnehin immer dabei – alleine schon zum Surfen, zur Reiseorganisation oder um meine Fotos und Videos zu speichern.

Aber wenn es um Musik geht, reichen mir die Eingabemöglichkeiten des Macbook nicht aus – ein Software-Keyboard in einer DAW eignet sich eben nur bedingt, um damit zu Jammen oder Melodien, die einem im Kopf herumgeistern, auf die Pianorolle zu bekommen. Ein haptisches Keyboard ist dafür unerlässlich. Also lautete meine Herausforderung: Finde das kleinste Midi-Keyboard!

Nachdem ich eine Vielzahl an kleinen Keyboards getestet habe, habe ich mich für das Korg nanoKEY2 entschieden, das mit unter 60 Euro nebenbei ein fantastischer Deal ist.

Größe & Gewicht

Das Korg nanoKEY2 im Vergleich mit einem AKAI MPK mini
Das Korg nanoKEY2 im Vergleich mit einem AKAI MPK mini
Das Korg nanoKEY2 im Vergleich mit einem AKAI MPK mini
Das Korg nanoKEY2 im Vergleich mit einem AKAI MPK mini

Das Wichtigste zuerst – der Formfaktor. Mit diesen Maßen ist das nanoKEY2 eines der kompaktesten MIDI-Keyboards auf dem Markt:

  • Breite: 325 mm
  • Tiefe: 85 mm
  • Höhe: 16 mm
  • Gewicht: 247 Gramm

Gerade mal so leicht wie 2,5 Tafeln Schokolade. Und nur minimal breiter als das MacBook Air und sehr flach.

Korg nanoKEY2 mit Massband
Korg nanoKEY2 mit Massband

Design & Haptik

Ich habe mich für das Korg nanoKEY in der Farbe weiß entschieden – das passt optisch gut in die Apple-Welt und sieht neben einer silbernen Apple-Tastatur super aus. Korg bietet das MIDI-Keyboard aber auch in Schwarz an. Das Kunststoffgehäuse macht einen sehr stabilen Eindruck – das überlebt bestimmt einige Stürze vom Tisch.

Die Tasten sind nicht wie bei einem klassischen Keyboard im Wechsel zwischen schwarz und weiß angeordnet – die „schwarzen Tasten sind in einer Reihe über den weißen Tasten platziert. Beim Spielen von Akkorden ist das zunächst ungewohnt, aber man findet sich schnell mit dem Layout zurecht.

Die Kunststoff-Tasten selbst haben bauartbedingt auch einen kürzeren Tastenhub, wie bei einer klassischen Tatstatur, aber der Druckpunkt fühlt sich aus meiner Sicht sehr gut und präzise an.

Die sechs Funktionstasten auf der linken Seite sind aus einem weicheren, silikonartigen Material gefertigt. Auch ihre Haptik ist sehr angenehm. zum Teil sind sie mit mehrfarbigen Status-LEDs unterlegt.

Links am Gehäuse befindet sich die USB-Buchse (Typ Mini-B) – leider noch kein USB-C. Ich habe mir ein passendes Kabel von USB-C auf USB-Mini-B besorgt, da mir das mitgelieferte Kabel für die Reise ohnehin etwas zu lang war – jetzt kann ich es direkt an das Macbook anschließen.

Das weiße Original-Kabel und das schwarze kurze Kabel mit USB-C
Das weiße Original-Kabel und das schwarze kurze Kabel mit USB-C
Korg nanoKEY2 mit einem kurzen USB-C-Kabel
Korg nanoKEY2 mit einem kurzen USB-C-Kabel

Eine weiße LED oben links am Gehäuse signalisiert, ob der MIDI-Controller via USB verbunden ist.

Auf der Unterseite hat das nanoKEY2 sechs runde Anti-Rutsch-Pads, die auch bei härterer Spielweise etwas geräuschdämpfend wirken.

Anti-Rutsch-Pads auf der Unterseite des Korg nanKEY2
Anti-Rutsch-Pads auf der Unterseite des Korg nanKEY2

Funktionen

Das Korg nanoKEY deckt mit seiner anschlagsdynamischen Tasttatur zwei Oktaven ab – 25 Tasten stehen zur Verfügung. Über die beiden Funktionstasten OCT- und OCT+ lässt sich die Tonhöhe schnell und präzise einstellen.

Die LEDs unter diesen Tasten zeigen an, ob transponiert wurde – in grün, orange, rot und blinkendem rot, geht es Schrittweise nach oben oder nach unten – so hat man jederzeit eine optische Rückmeldung, wo man sich gerade auf der Klaviatur befindet.

Die Funktionstasten des Korg nanoKEY2
Die Funktionstasten des Korg nanoKEY2

Das Korg hat außerdem, was ich bei vielen kleinen Keyboards vermisst habe: Sustain- und Modulations-Tasten. Was sonst nur über ein Sustainpedal möglich ist, lässt sich hier über eine kleine Taste steuern.

Die Ansprechkurven der Funktionstasten und auch die Anschlagdynamik der Klavier-Tasten lassen sich übrigens in der kostenlosen Software KORG KONTROL Editor justieren. Für mich war die Werkeinstellung aber optimal.

die beiden Tasten PITCH+ und PITCH- ersetzen das Pitchbend-Wheel größerer MIDI-Keyboards.

Der MIDI-Controller funktioniert übrigens unter Windows und MacOS ohne Treiber – Plug & Play. Die Software von Korg ist optional.

Es wird keine zusätzliches Stromversorgung benötigt – versorgt wird das Keyboard per USB.

Spielgefühl & mobile Nutzung

Ich liebe das Spielgefühl auf dem Korg nanoKEY2. Gerade um zu Jammen und um Melodien zu entwickeln, ist es mittlerweile auch zu Hause im Studio mein GoTo-Keyboard geworden. Es ist immer angeschlossen, um schnell Ideen in MIDI zu verwandeln.

Unterwegs und auf Reisen verwende ich es ohnehin gerne. Sogar im Flugzeug in der Economy-Class kann ich damit arbeiten – einfach zum Einspielen oben über das Trackpad gestellt und alles passt auf den winzigen Klapptisch.

Funktioniert sogar auf dem Klapptisch im Flugzeug: Korg nanoKEY2 auf MacBook Air
Funktioniert sogar auf dem Klapptisch im Flugzeug: Korg nanoKEY2 auf MacBook Air

Auch die Tatsache, dass es nicht wie ein klassisches Keyboard mit schwarzen und weißen Tasten aussieht, finde ich angenehm. Es zieht in der Öffentlichkeit einfach weniger neugierige Blicke an und man kann in Ruhe überall arbeiten.

Fazit & Alternative

Das Korg nanoKEY ist nicht nur wegen seiner Größe und seines geringen Gewichts mein ständiger musikalischer Begleiter. Und ich komponiere einfach richtig gerne damit – auch im Home-Studio. Mit einem Preis von nicht mal 60 Euro ist es auch noch ein echtes Schnäppchen.

Wer etwas größere Tasten haben möchte, kann sich als Alternativ noch das CME XKEY 25 anschauen. Hierfür zahlt man dann aber auch gleich den doppelten Preis.

Für mich ist ganz klar wegen der unschlagbaren Größe und der Spielfreude, die ich darauf erlebe, das Korg nanoKEY2 das beste Mini-MIDI-Keyboard.

Gerade reduziert Korg Nanokey 2

Letztes Update am 2.03.2024 / Affiliate Links / Bildquelle: Amazon Product Advertising API